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Ratgeber · Schadensbilder zuordnen

Flachdachschäden: Schadensbilder, Ursachen und wie dringend sie sind

Ein Fleck an der Decke, eine Blase in der Bahn, Moos in der Kehle: Am Flachdach zeigt sich ein Schaden fast nie dort, wo er entstanden ist. Lage, Erscheinungsbild, Dringlichkeit und Alter des Dachs helfen, eine Beobachtung der wahrscheinlichen Ursache zuzuordnen und als Befund weiterzuverfolgen.

Zuletzt geprüft: 26. Juli 2026 · Aus der Praxis geprüft von Thorge Harms, Geschäftsführer Dachwartung Profi

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Symptom, Schadensbild, Ursache – warum der Fleck nicht das Problem ist

Ein Schadensbild ist das, was Sie sehen – die Ursache ist das, was dazu geführt hat, und beides fällt am Flachdach fast nie zusammen. Der Fleck an der Decke zeigt, wo Wasser austritt, nicht wo es eintritt. Wer das Symptom behandelt, statt die Ursache zu suchen, bezahlt dieselbe Stelle zweimal.

Dahinter steckt kein Zufall, sondern der Aufbau. Ein Flachdach besteht aus mehreren Schichten, und Wasser, das die oberste passiert hat, läuft darunter weiter, bis es einen Weg nach innen findet. Deshalb ist die Zuordnung ein eigener Arbeitsschritt: erst beschreiben, was zu sehen ist, dann fragen, was es erzeugt haben kann.

Symptom

Was im Gebäude oder am Gebäude auffällt, meist ohne dass jemand auf dem Dach war.

Zum Beispiel: Fleck an der Decke, muffiger Geruch, Wasserfahne an der Fassade, höherer Heizbedarf.

Schadensbild

Was auf der Dachfläche tatsächlich zu sehen ist, wenn jemand fachkundig hinschaut.

Zum Beispiel: Blase, aufstehende Nahtkante, Riss am Hochzug, offener Ringspalt, stehendes Wasser.

Ursache

Warum es dazu gekommen ist – der Mechanismus, der das Bild erzeugt hat.

Zum Beispiel: Bewegung an einer Fügestelle, Feuchte im Aufbau, gestörter Ablauf, Ausführungsfehler.

Praktisch heißt das dreierlei. Erstens: Eine Meldung wird brauchbarer, wenn sie beschreibt statt deutet – „dunkler Rand von etwa einem Meter an der Nordwand des Technikraums, seit dem Regen vor zwei Wochen“ trägt weiter als „das Dach ist undicht“. Zweitens: Mehrere Bilder an derselben Stelle deuten meist auf eine gemeinsame Ursache. Und drittens: Die Ursache entscheidet, wer als Nächstes gebraucht wird.

Wo die Fehlstelle liegt und mit welchen Verfahren sie eingegrenzt wird, ist ein eigenes Thema – für den akuten Fall steht es in Flachdach undicht: Sofortmaßnahmen und Leckortung.

Die Zuordnung: Schadensbild, wahrscheinliche Ursache, Dringlichkeit

Die folgende Tabelle ordnet die typischen Schadensbilder eines Flachdachs ihrer wahrscheinlichen Ursache zu, nennt eine Dringlichkeit für die Meldung und verweist auf den Beitrag, in dem das Thema ausführlich steht. Sie ersetzt keine Begehung, macht aber aus einer Beobachtung eine Beschreibung, mit der ein Fachbetrieb arbeiten kann.

Was Sie sehen Was wahrscheinlich dahintersteckt Dringlichkeit Ausführlich steht es hier
Feuchtefleck oder Abplatzung an der Decke im obersten Geschoss Wasser tritt an einer Fehlstelle der unteren Ebene aus. Die Stelle, an der es eingedrungen ist, liegt fast immer woanders. Sofort Sofortmaßnahmen und Leckortung
Blase in der Abdichtung, die unter dem Fuß federnd nachgibt Eingeschlossene Luft und Feuchtigkeit dehnen sich bei Erwärmung aus und wölben die Bahn auf. Die geplatzte Blase ist eine offene Fehlstelle, die geschlossene noch nicht. Im laufenden Jahr – geplatzt: sofort Bauarten und ihre Alterungsbilder
Matte, kreidende Oberfläche mit feinen Netzrissen Alterung der Deckschicht durch Strahlung und Temperaturwechsel – ein Zustandsbild der ganzen Fläche, kein einzelnes Ereignis. Beobachten Wie eine Abdichtung altert
Nahtkante steht auf oder lässt sich am Rand anheben Die Fügestelle gibt unter Bewegungs- und Temperaturlast nach. Bei einlagigen Kunststoff- und Elastomerbahnen ist die Naht die Abdichtung. Im laufenden Jahr Prüfpunkte der Begehung
Riss, Falte oder Ablösung am Hochzug zu Wand oder Attika Am Anschluss treffen Abdichtung, Mauerwerk und Blech mit unterschiedlichem Dehnungsverhalten aufeinander; die Bahn nimmt die Bewegung nicht mehr auf. Sofort Anschlüsse, Attika und Ränder
Offener Ringspalt oder aufgestellte Manschette an einer Durchdringung Jede Durchdringung unterbricht die Abdichtung planmäßig. Bewegt sich das eingebaute Teil, öffnet sich zuerst der Anschluss an seinem Fuß. Sofort Durchdringungen und Aufbauten
Wasser, das Tage nach dem Regen noch auf der Fläche steht Gefälle, Ablauflage oder eine Verformung des Aufbaus führen das Wasser nicht mehr zum Tiefpunkt. Beobachten Stehendes Wasser auf dem Flachdach
Wasser steht rund um den Dachablauf, der Trichter ist voll Die Entwässerung ist gestört – Laub, Kies, Schlamm oder ein fehlender Laubfang. Der Ablauf führt nicht mehr ab, was ankommt. Sofort Abläufe und ihre Störungen
Notüberlauf zugewachsen, zugestellt oder nicht auffindbar Die zweite Sicherheitsebene fehlt oder ist blockiert. Auffällig wird das erst beim Starkregen – also in dem Moment, in dem sie gebraucht wird. Sofort Notentwässerung
Moos, Algen und Sämlinge in Ecken, Kehlen und entlang der Fugen Dauerhafte Feuchte auf der Fläche und eingewehter Feinstaub als Nährboden. Wurzeln wachsen in Fugen und Anschlüsse hinein. Im laufenden Jahr Dachfläche und Umfeld
Weiche Stelle unter dem Fuß, muffiger Geruch, erhöhter Heizbedarf Feuchte hat den Aufbau erreicht und steht auf der unteren Ebene – oft ohne sichtbare Fehlstelle an der Oberfläche. Sofort Feuchteschäden in der Dämmung
Verschobene Attikableche, aufgestellte Ränder, verwehte Auflast Windsog greift an Rändern und Ecken an; die Lagesicherung des Aufbaus hat dort nachgegeben. DIN 18531-3 behandelt sie in einem eigenen Abschnitt. Sofort Sturmschaden und Deckung
Wasserfahnen, Rostspuren oder Ausblühungen an der Fassade Wasser verlässt das Dach an einer Stelle, an der es das nicht soll – überlaufende Rinne, undichter Randabschluss oder ein anspringender Notweg. Im laufenden Jahr Rinnen, Fallrohre, Notweg
Schnittspuren, Bohrspäne, neue Durchdringung ohne Anschlussdetail Ein anderes Gewerk hat auf dem Dach gearbeitet. Solche Schäden entstehen an einem Tag, nicht über Jahre. Sofort Spuren anderer Gewerke

Zwei Hinweise zum Gebrauch. Die Ursachenspalte nennt die wahrscheinliche Ursache, nicht die einzige: Dasselbe Bild kann verschiedene Auslöser haben, und erst der Blick vor Ort entscheidet. Und die Dringlichkeit ist eine Voreinschätzung für die Meldung – die verbindliche Einstufung trifft, wer das Dach gesehen hat.

Die Tabelle als Anlage zur Meldung: Markieren Sie die zutreffende Zeile, ergänzen Sie Lage, Zeitpunkt und ein Foto – und Sie haben eine Meldung, mit der ein Fachbetrieb ohne Rückfrage arbeiten kann. Wer mehrere Standorte verantwortet, legt dasselbe Blatt in jede Objektakte: Es hält die Beschreibungen über Hallen, Filialen und Wohnanlagen hinweg vergleichbar – auch dann, wenn vor Ort jedes Mal jemand anderes meldet.

Vier Ursachengruppen – und was aus jeder folgt

Hinter jedem Schadensbild steht eine von vier Ursachengruppen: die Ausführung, die natürliche Alterung, ein Wartungsrückstand oder Einwirkung von außen. Die Unterscheidung ist keine Theorie – sie entscheidet, ob ein Mängelanspruch, eine Budgetposition, ein Wartungstermin oder eine Schadenmeldung der nächste richtige Schritt ist. Häufig wirken mehrere zusammen; dann zählt, welche sich abstellen lässt.

Ursachengruppe Woran sie zu erkennen ist Was daraus folgt
Ausführung Ein Detail ist nicht regelgerecht ausgebildet, eine Naht nicht durchgehend gefügt, ein Anschluss zu knapp geführt, eine Trennlage fehlt, eine Befestigung trägt die Windlast nicht. Mängelansprüche prüfen. Bei Bauwerken verjähren sie nach § 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB in fünf Jahren ab der Abnahme – der Befund gehört deshalb datiert und dokumentiert.
Natürliche Alterung Kreiden, Mattwerden, Netzrisse, Schrumpf an Ecken und Kehlen, Versprödung der Oberfläche – gleichmäßig über die Fläche verteilt statt an einer Stelle. Kein Verschulden, sondern eine Planungsaufgabe: Die Erneuerung gehört in die mittelfristige Budget- und Beschlussplanung, nicht in eine Mängelrüge.
Wartungsrückstand Was liegen geblieben ist: Laub und Schlamm im Ablauf, Bewuchs in Kehlen, ein zugestellter Notweg, Fremdlast auf der Fläche, nicht entfernte Reste anderer Gewerke. Die einzige Gruppe, die sich durch einen Termin abstellen lässt. Sie erzeugt außerdem die meisten Folgebilder – deshalb lohnt sie die erste Frage.
Einwirkung von außen Sturm, Hagel, mechanische Beschädigung, Arbeiten anderer Gewerke. Kennzeichen: Der Befund ist scharf begrenzt und war beim letzten Termin nicht da. Schadenmeldung und Verursacherfrage. Für die Abgrenzung zwischen Sturmschaden und Verschleiß ist das Datum des letzten Protokolls das stärkste Argument.

Am schwersten zu trennen sind Alterung und Wartungsrückstand, weil sie dieselben Bilder erzeugen können. Ein Anhaltspunkt hilft: Alterung verteilt sich über die Fläche, ein Wartungsrückstand sammelt sich an bestimmten Stellen – in Kehlen, an Abläufen, unter überhängendem Baumbestand, im Windschatten von Aufbauten. Auf einem Hallen- oder Filialdach sind das regelmäßig die Anschlüsse der Lüftungs-, Kälte- und Klimatechnik sowie die Ränder der Oberlichter: Dort steht Technik, dort läuft Kondensat ab, und dort wird bei jedem Wartungseinsatz fremder Gewerke getreten. Wie eine Bahn im Einzelnen altert und welches Bild zu welcher Bauart gehört, steht in Flachdachabdichtung: Arten, Alterung und Wartung.

Wann welcher Schaden kommt: die drei Phasen eines Dachlebens

Flachdachschäden treten nicht gleichmäßig über die Jahre auf, sondern in einer erkennbaren Reihenfolge. In den ersten Jahren überwiegen Ausführungsfehler, in den mittleren geben die Fügestellen nach, spät kommt die Alterung der Fläche selbst hinzu. Wer weiß, in welcher Phase ein Dach steht, ordnet einen Befund anders ein.

Frühe Jahre Was auftritt, hat meist mit der Ausführung zu tun: ein Detail an Anschluss oder Durchdringung, eine Naht, eine Befestigung. Verschleiß braucht Zeit und scheidet in dieser Phase in aller Regel aus. Was daraus folgt: Hier zählt das Datum. Mängelansprüche bei Bauwerken verjähren in fünf Jahren ab der Abnahme – ein dokumentierter Befund im vierten Jahr ist etwas anderes wert als derselbe im zwölften.
Mittlere Jahre Die Fläche ist weitgehend unauffällig, die Fügestellen sind es nicht: Anschlüsse, Durchdringungen, Nähte, Bewegungsfugen und Randabschlüsse. Dort wirkt jeder Temperaturwechsel als Lastwechsel. Was daraus folgt: Das Schadensbild verschiebt sich vom Einzelereignis zum wiederkehrenden Befund an denselben Stellen. Wer Protokolle vergleicht, erkennt das früher als jede Einzelbegehung.
Späte Jahre Jetzt kommt die Fläche selbst hinzu: Kreiden, Netzrisse, Versprödung, Schrumpf an Ecken und Kehlen. Einzelne Alterungsspuren sind erwartbar, die Häufung ist das eigentliche Signal. Was daraus folgt: Die BBSR-Nutzungsdauertabelle setzt für Abdichtungsbahnen oberhalb der Dämmung 30 Jahre als Planwert an. Ab dieser Größenordnung gehört die Frage „reparieren oder erneuern“ in die Planung.

Die drei Phasen ordnen, sie sagen nicht vorher. Ein Ausführungsfehler kann jahrzehntelang unauffällig bleiben und erst nach einem harten Winter aufgehen; ein gepflegtes Dach durchläuft die späte Phase langsamer als ein ungewartetes. Der Nutzen der Einteilung liegt woanders: Sie sagt, welche Frage bei einem Befund als Erstes zu stellen ist.

In welcher Phase steht dieses Dach? Sechs Angaben zum Abhaken

Diese sechs Angaben stehen fast immer irgendwo – in der Bauakte, in alten Rechnungen, im Protokollordner. Zusammengetragen ergeben sie die Phase, und mit ihr die Erwartung an die nächsten Jahre. Was daraus wirtschaftlich folgt, ordnet Lohnt sich Dachwartung? Die Rechnung über den Lebenszyklus.

Wie dringend ist das? Vier Lagen, drei Stufen

Die meisten Befunde an einem Flachdach sind keine Notfälle. Dringend sind vier Lagen: Wasser tritt ins Gebäude ein, der Notweg ist zu, ein Bauteil kann herunterfallen, oder die Fläche steht unter Wasser. Alles andere gehört terminiert und beobachtet – mit denselben drei Stufen, die auch ins Protokoll gehören.

Was die erste dieser Lagen konkret bedeutet, hängt am Objekt. Über einer Verkaufsfläche oder einem Lager heißt Wassereintritt durchnässte Ware und gesperrte Bereiche, in einer Produktionshalle einen unterbrochenen Betriebsablauf, im Wohngebäude eine beschädigte Wohnung. Die Einstufung ist dieselbe; was sie kostet, ist es nicht – und genau deshalb lohnt die Meldung am selben Tag.

  • Wasser tritt ins Gebäude ein: Jeder weitere Regen vergrößert den betroffenen Bereich im Aufbau. Zuerst sichern und dokumentieren, dann melden, dann orten lassen.
  • Der Notweg ist zu: Ein zugesetzter Notüberlauf fällt im Normalbetrieb nicht auf und wird erst beim Starkregen gebraucht – dann ist für eine Reinigung keine Zeit mehr.
  • Ein Bauteil kann herunterfallen: Lose Bleche, gelöste Halterungen und verschobene Auflast betreffen Personen unter dem Dach. Die Absperrung gehört zur Maßnahme, nicht erst die Reparatur.
  • Die Fläche steht großflächig unter Wasser: Angestautes Wasser wirkt als zusätzliche Last auf die Konstruktion. Was ein bestimmtes Dach trägt, beantwortet allein seine Statik.

Für alles Übrige genügt eine Skala mit drei Stufen: sofort für Befunde, die Dichtheit, Standsicherheit oder Personen berühren, im laufenden Jahr für alles, was sich absehbar verschlechtert, und beobachten für Zustände, die auffällig, aber noch nicht bewertbar sind. Dieselbe Skala gehört als Feld ins Wartungsprotokoll – dort steht auch, was jede Stufe an Frist auslöst: Wartungsprotokoll Dach: Inhalt, Beweiswert, Vorlage.

Der eigentliche Wert der Einstufung liegt in der beruhigenden Hälfte. Kreidende Oberflächen, feine Netzrisse, eine einzelne Pfütze, Moos in einer Ecke: Das sind Beobachtungspunkte, keine Alarmzeichen. Ihre Gefahr liegt nicht darin, dass sie heute nachgeben, sondern darin, dass sie über Jahre niemand wieder aufruft.

Was niemand wieder aufruft, verschwindet aus der Akte. Ob eine Beobachtung an Ihrem Dach ein Beobachtungspunkt bleibt oder eine Frist braucht, entscheidet die Einstufung. Den Dach-Check fordern Sie kostenlos und unverbindlich an.

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Genau dafür ist der feste Takt da – wie oft er sein sollte, steht in Wartungsintervalle Flachdach.

Fazit: drei Schritte vom Schadensbild zum Auftrag

Aus einer Beobachtung wird in drei Schritten ein Auftrag: beschreiben, was zu sehen ist, ohne es zu bewerten; zuordnen, was wahrscheinlich dahintersteckt; einstufen, wie dringend es ist, und eine Frist setzen. Erst der dritte Schritt macht aus einer Mängelliste eine Entscheidungsgrundlage. Die ersten beiden kosten nichts und lassen sich vom Schreibtisch aus tun.

Beschreiben statt bewerten

Was ist zu sehen, an welcher Stelle des Dachs, seit wann, bei welcher Witterung – und verändert es sich? Vier Angaben und ein Foto machen aus einer Beobachtung eine verwertbare Meldung. Die Deutung kommt später.

Zuordnen

Die Tabelle oben nennt zu jedem Bild die wahrscheinliche Ursache und den Beitrag, in dem sie ausführlich steht. Das grenzt ein, wer als Nächstes gebraucht wird – Reinigung, Dachfachbetrieb, Ortung oder Fachplaner.

Einstufen und terminieren

Sofort, im laufenden Jahr oder beobachten – mit einer konkreten Frist statt eines „demnächst“. Erst diese Einstufung macht aus einer Mängelliste eine Entscheidungsgrundlage für Budget und Beschluss.

Den dritten Schritt können wir übernehmen. Welche Dringlichkeit Ihre Befunde tragen und welche Frist dazu passt, ist die Frage, an der die Entscheidung hängt. Den Dach-Check fordern Sie kostenlos und unverbindlich an.

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Was die laufende Betreuung eines Flachdachs umfasst, steht auf Flachdachwartung. Was ein unentdeckter Wassereintrag an einem Objekt wirtschaftlich bedeuten kann, lässt sich vorab überschlagen: Folgekosten eines unentdeckten Dachschadens.

Häufige Fragen

Rund um die Zuordnung von Flachdachschäden wiederholen sich neun Fragen. Die wichtigste zuerst: Dringend sind vier Lagen – Wasser im Gebäude, ein zugesetzter Notweg, ein Bauteil, das herunterfallen kann, und eine Fläche unter Wasser. Alles andere wird eingestuft und terminiert.

Woran erkenne ich, ob ein Flachdachschaden dringend ist?

Dringend sind vier Lagen: Wasser tritt ins Gebäude ein, der Notüberlauf ist zugesetzt, ein Bauteil kann sich lösen und herunterfallen, oder die Fläche steht großflächig unter Wasser. Alles andere – Kreiden, feine Risse, eine einzelne Pfütze, Moos in einer Ecke – wird terminiert und beim nächsten Termin erneut beurteilt, nicht sofort behoben.

Warum bilden sich Blasen auf einem Flachdach?

Weil zwischen den Abdichtungslagen oder unter der Bahn Luft und Feuchtigkeit eingeschlossen sind. Erwärmt die Sonne die Fläche, dehnt sich das Eingeschlossene aus und wölbt die Abdichtung auf; nachts geht die Blase teilweise zurück. Der Befund selbst ist noch keine Undichtigkeit – er zeigt, dass Feuchte im Aufbau ist, bevor sie sichtbar wird.

Sind Risse in der Dachbahn immer ein Schaden?

Nicht jeder Riss hat dasselbe Gewicht. Feine, netzartige Risse an der Oberfläche gehören zur Alterung durch Strahlung und Temperaturwechsel und werden beobachtet. Ein Riss, der durch die Bahn geht, an einer Kante endet oder im Anschlussbereich liegt, ist ein anderer Fall: Dort trennt sich die Abdichtung entlang einer Bewegung.

Warum sind Anschlüsse und Durchdringungen die empfindlichsten Stellen?

Weil dort Bauteile aufeinandertreffen, die sich unterschiedlich verhalten. Abdichtung, Mauerwerk, Blech und eingebaute Teile dehnen sich bei Temperaturwechsel verschieden stark, und die Bahn muss diese Bewegung dauerhaft aufnehmen. DIN 18531-3 behandelt An- und Abschlüsse, Durchdringungen und Bewegungsfugen in der Ausgabe 2025-08 deshalb in eigenen Abschnitten.

Welche Schäden treten in den ersten Jahren nach der Abnahme auf?

In dieser Phase überwiegen Ausführungsthemen: ein Detail, das nicht regelgerecht ausgebildet wurde, eine nicht durchgehend gefügte Naht, ein zu knapper Anschluss, eine fehlende Trennlage. Verschleiß braucht Zeit und scheidet meist aus. Wichtig ist das Zeitfenster: Mängelansprüche bei Bauwerken verjähren nach § 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB in fünf Jahren ab Abnahme.

Mein Flachdach ist über zwanzig Jahre alt – sind Befunde normal?

Mit dem Alter ändert sich, was ein Befund bedeutet. Einzelne Alterungsspuren an der Oberfläche sind erwartbar; entscheidend ist, ob sich Befunde häufen und ob sie sich wiederholen. Die BBSR-Nutzungsdauertabelle setzt für Abdichtungsbahnen oberhalb der Dämmung 30 Jahre als Planwert an – ab dieser Größenordnung gehört die Erneuerung in die Planung.

Kann ein Feuchtefleck an der Decke auch ohne undichtes Dach kommen?

Ja. Ein Fleck belegt Feuchtigkeit, nicht ihre Herkunft. Infrage kommen neben einem Wassereintritt von oben auch Kondensat an einer kalten Stelle der Konstruktion, ein defektes Leitungsrohr oder Feuchte aus einer Anschlusswand. Deshalb steht am Anfang die Eingrenzung – nicht die Reparatur der Stelle, an der es sichtbar wird.

Ist Bewuchs auf dem Flachdach ein Schaden?

Moos und Algen sind zunächst ein Zustand, kein Schaden – sie halten Feuchtigkeit auf der Fläche und zeigen, dass Wasser dort zu langsam abläuft. Kritisch wird es bei Sämlingen und Gehölzen: Wurzeln wachsen in Fugen und Anschlüsse. Auf einem Aufbau ohne Wurzelschutz gehört solcher Aufwuchs entfernt, nicht nur gekürzt.

Was bedeutet es, wenn mehrere Schadensbilder zusammen auftreten?

Meist, dass sie eine gemeinsame Ursache haben. Stehendes Wasser, Bewuchs, Schmutzränder und beginnende Ablösung an derselben Stelle deuten auf ein Entwässerungsthema, nicht auf vier Einzelbefunde. Für die Meldung heißt das: Beschreiben Sie die Lage der Befunde zueinander – daraus ergibt sich die Ursache oft schneller als aus jedem Bild für sich.

Regelwerke & Quellen: DIN 18531:2025-08 in allen Teilen (Abdichtung von Dächern sowie von Balkonen, Loggien und Laubengängen) – für Schadensbilder tragend ist Teil 3 „Nicht genutzte und genutzte Dächer: Abdichtungsbauarten, Ausführung und Details“ mit der Lagesicherung in Abschnitt 6 sowie Anschlüssen, Abschlüssen, Durchdringungen und Bewegungsfugen in Abschnitt 7; Teil 4 regelt die Instandhaltung und nennt regelmäßige Pfützenbildung als Grund für erhöhten Aufwand · Flachdachrichtlinie des ZVDH, Ausgabe Januar 2026 · § 634a BGB (Verjährung der Mängelansprüche: fünf Jahre bei einem Bauwerk, Beginn mit der Abnahme) · BBSR-Nutzungsdauertabelle, Blatt „KG 300“ (Informationsportal Nachhaltiges Bauen, Stand 13.03.2026).

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