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Vorlage · Für Verwalter und Bestandshalter

Prüfplan Dachfläche: Jahreskalender zum Ausfüllen

An einer Dachfläche laufen Termine aus mehreren Regelwerken nebeneinander, und nur ein Teil davon lässt sich im Voraus in einen Kalender schreiben. Dieser Bogen führt 12 Prüfgegenstände mit vorgedrucktem Intervall, benanntem Auslöser und den Spalten für Zuständigkeit, geplanten Termin und Erledigung — dazu ein Raster über zwölf Monate für die Zeilen, die ein Kalender setzt. Zum Ausfüllen am Bildschirm und als ausgedrucktes Blatt.

Zuletzt geprüft: 1. September 2026 · Verfasst und aus der Praxis geprüft von Thorge Harms, Geschäftsführer Dachwartung Profi

  • Geprüfte Fachbetriebe
  • Protokoll je Objekt
  • Ein Ansprechpartner
  • Bundesweit
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Inhalt und Grenzen dieser Prüfplan-Vorlage

  • Ist: ein Planungsbogen für eine einzelne Dachfläche — Kopfdaten, zwölf Zeilen mit Intervall und Auslöser, Jahresraster und Anlassliste.
  • Ist: frei verwendbar, ohne E-Mail-Abfrage und ohne Registrierung, auch für Objekte, an denen wir nicht beteiligt sind.
  • Ist nicht: eine Fristenübersicht für fremde Gewerke. Aufzug, Trinkwasser und Elektro haben eigene Regime; ihre Termine setzt der Betreiber der jeweiligen Anlage.
  • Ist nicht: ein Prüfnachweis. Woraus jede Frist folgt und ab wann die nächste läuft, steht in Prüfplan Dachfläche: welche Prüffristen zusammenlaufen.

So füllen Sie den Prüfplan für eine Dachfläche aus

  1. Kopfdaten vollständig ausfüllen — Objekt, Dachaufbau, Fläche, Planjahr und die verantwortliche Person. Ohne diese Angaben lässt sich später nicht mehr feststellen, für welches Dach dieser Plan gilt.
  2. Nicht zutreffende Zeilen streichen — Ohne gedrosselte Abläufe entfällt die Drei-Monats-Zeile, ohne zwei verdichtende Merkmale die dritte Begehung. Was bleibt, bleibt über alle Objekte gleich.
  3. Zuständigkeit je Zeile eintragen — Wer den Termin erfüllen darf, gehört in die Zeile — nicht in eine Fußnote und nicht in den Kopf einer Person. Diese Spalte fällt erst auf, wenn der Termin vergeben werden soll.
  4. Kalendertermine in das Jahresraster setzen — Nur die fünf kalendergetriebenen Zeilen bekommen einen Monat. Die übrigen entstehen aus einer Benutzung, einem fremden Auftrag oder dem Wetter.
  5. Erledigung und Anlässe nachtragen — Das Datum in „Erledigt am“ und jeder eingetretene Anlass mit der Kontrolle danach. Ein Plan ohne diese beiden Spalten belegt Termine, nicht ihre Erfüllung.

Kopfdaten des Prüfplans: dreizehn Felder je Dachfläche

Der Kopfdatenblock beantwortet, für welche Fläche dieser Plan gilt und wer ihn führt. Zwei Felder wirken auf die Zeilen darunter: Der Dachaufbau entscheidet, ob die Entwässerungszeile im Drei- oder im Sechs-Monats-Takt läuft, und die verdichtenden Merkmale entscheiden über die dritte Begehung.

Feld Ankreuzoptionen des Formulars
Objekt / Liegenschaft Schreibfeld
Wirtschaftseinheit / Objekt-Nr. Schreibfeld
Adresse Schreibfeld
Dachaufbau / Nutzung unbelegte Abdichtung, mit oder ohne Kies · Gründach · Dachterrasse / genutzte Fläche · PV- oder technikbelegt · gedrosselte Abläufe (Retentionsdach)
Fläche (ca., falls bekannt) in m² Schreibfeld
Planjahr Schreibfeld
Verdichtende Merkmale dieses Objekts Alter der Abdichtung · Schadenshistorie · Technikdichte auf der Fläche · Umfeld des Gebäudes · Nutzung unter dem Dach
Verantwortliche Person (Name) Schreibfeld
Funktion / Rolle Schreibfeld
Zugang: wer aufschließt Schreibfeld
Sicherungseinrichtung: Nachweis gültig bis (Monat/Jahr) Schreibfeld
Stand der Aufnahme (Datum) Schreibfeld
Ablage der Nachweise (Ort / Pfad) Schreibfeld

Prüfgegenstände und Intervalle: die zwölf Zeilen des Plans

Jede Zeile benennt einen einzelnen Gegenstand — die Fläche, die Entwässerung, eine bestimmte Sicherungseinrichtung, eine Anlage. Intervall und Grundlage stehen vorgedruckt, Zuständigkeit, geplanter Termin und Erledigung bleiben leer. Drei zusätzliche Zeilen nehmen auf, was ein Objekt darüber hinaus mitbringt.

Prüfgegenstand Auslöser Intervall ZuständigkeitGeplanter TerminErledigt am
Abdichtungsfläche, Begehung im Frühjahr
Mindestmaß: mindestens einmal jährlich fachlich inspizieren und dokumentieren (DIN 18531-4:2025-08)
Kalender einmal im Jahr, nach der Frostperiode
Abdichtungsfläche, Begehung im Herbst
Praxistakt aus zwei Terminen (Flachdachrichtlinie des ZVDH, Ausgabe Januar 2026)
Kalender einmal im Jahr, vor Laubfall und Dauerregen
Entwässerung: Gullys, Notüberläufe, Laubfänge
DIN 1986-3:2024-05; eigener Takt, unabhängig vom Termin der Fläche
Kalender alle sechs Monate
Gedrosselte Abläufe des Retentionsdachs
DIN 1986-3:2024-05; nur bei gedrosselter Entwässerung
Kalender alle drei Monate
Zusätzliche Begehung bei verdichtenden Merkmalen
Nur bei zwei oder mehr der im Kopf angekreuzten Merkmale
Kalender dritter Termin, üblicherweise im Hochsommer
Nachweisstand der Sicherungseinrichtung
DGUV Regel 112-198, Abschn. 10.3.3; ohne gültigen Nachweis wird die Fläche nicht betreten
Benutzung vor jedem Betreten zu prüfen
Wartung der aufgesetzten Technik (Lüftung, Kälte, RWA, PV)
Regelwerk der jeweiligen Anlage; der Termin steht in der Anlagenübersicht, findet aber auf der Fläche statt
Fremder Termin Termin des Anlagenbetreibers
Kontrolle der Fläche nach Arbeiten Dritter
PV-Montage, Antennen-, Klima- und Lüftungswartung hinterlassen Lasten und mechanische Spuren
Ereignis nach Abschluss jedes Einsatzes
Kontrolle nach Sturm oder Hagel
Solange sich Zeitpunkt und Ursache zuordnen lassen — die Zuordnung trägt die Schadenmeldung
Ereignis zeitnah nach dem Ereignis
Kontrolle nach Starkregen mit sichtbarem Rückstau
Die Ursache liegt in der Entwässerung und kehrt beim nächsten Regen wieder
Ereignis unmittelbar
Kontrolle nach außergewöhnlicher Schneelast
Erst nach dem Abtauen ist die Fläche einsehbar; die Spuren von Last und Frost-Tau-Wechsel bleiben
Ereignis nach dem Abtauen
Sichtkontrolle der Standsicherheit des Tragwerks
Empfehlung der Bauministerkonferenz: Sichtkontrolle durch eine fachkundige Person; betrifft das Tragwerk
Ereignis nach außergewöhnlicher Schnee- oder Windbelastung

Zwei Zeilen gelten nicht an jedem Objekt: Die gedrosselten Abläufe setzen ein Retentionsdach voraus, die zusätzliche Begehung zwei oder mehr der verdichtenden Merkmale aus dem Kopf. Für alles Weitere stehen 3 freie Zeilen bereit.

Vier Auslöser im Prüfplan: was sich terminieren lässt und was nicht

Die Spalte „Auslöser“ ist die wichtigste des Blattes. Sie trennt die Zeilen, die ein Datum bekommen können, von denen, die erst durch ein Ereignis entstehen — und verhindert damit einen Plan, der vollständig aussieht und an mehreren Stellen ins Leere geht.

Kalender
Der Termin wird im Voraus gesetzt und lässt sich in das Jahresraster eintragen.
Benutzung
Der Termin entsteht, sobald jemand hinaufgeht — geprüft wird der Nachweisstand vor dem Betreten.
Fremder Termin
Den Termin setzt der Betreiber der Anlage; er kommt von außen auf die Fläche.
Ereignis
Planbar ist nicht der Termin, sondern der Auslöser, ab dem er entsteht.

Das Jahresraster: zwölf Monate für die kalendergetriebenen Zeilen

Auf dem zweiten Blatt steht ein Raster aus 12 Monatsspalten. Es nimmt genau 5 Zeilen auf — die, deren Termin im Voraus feststeht. Darunter folgt eine Liste für die Anlässe mit den Spalten Datum des Anlasses, Anlass, Kontrolle erledigt am, Nachweis abgelegt und 6 Zeilen.

  • Abdichtungsfläche, Begehung im Frühjahr — einmal im Jahr, nach der Frostperiode
  • Abdichtungsfläche, Begehung im Herbst — einmal im Jahr, vor Laubfall und Dauerregen
  • Entwässerung: Gullys, Notüberläufe, Laubfänge — alle sechs Monate
  • Gedrosselte Abläufe des Retentionsdachs — alle drei Monate
  • Zusätzliche Begehung bei verdichtenden Merkmalen — dritter Termin, üblicherweise im Hochsommer

Zwei weitere Rasterzeilen bleiben leer. Sie nehmen einen Gegenstand auf, den ein Objekt zusätzlich mitbringt und dessen Termin ebenfalls ein Kalender setzt.

Häufige Rückfragen zur Prüfplan-Vorlage

Dürfen wir Zeilen aus der Prüfplan-Vorlage streichen?

Ja, und zwei Zeilen sind ausdrücklich dafür gedacht: Die gedrosselten Abläufe entfallen ohne Retentionsdach, die zusätzliche Begehung entfällt ohne zwei verdichtende Merkmale. Alles andere bleibt besser stehen — zwei Objekte lassen sich nur vergleichen, solange ihre Bögen dieselben Zeilen führen.

Für wie viele Dachflächen gilt ein ausgefüllter Bogen?

Ein Bogen gilt für genau eine Dachfläche. Die Kopfdaten benennen sie mit Objekt, Wirtschaftseinheit und Adresse; erst dadurch lässt sich ein eingetragener Termin später einem bestimmten Dach zuordnen. Bei einem Bestand entsteht so je Fläche ein Blatt mit gleichen Zeilen und eigenen Terminen.

Warum ist die Spalte Zuständigkeit im Vordruck leer?

Weil sich die Zuständigkeit am Objekt entscheidet und nicht an der Zeile. Welche Qualifikation ein Gegenstand verlangt, hängt von der vorhandenen Ausstattung ab, und ein vorgedruckter Betrieb wäre eine Behauptung über jemanden, den die Vorlage nicht kennt. Eingetragen wird, wer den Termin tatsächlich erfüllen darf.

Wohin gehören Termine, die kein Kalender setzt?

In die Anlassliste auf dem zweiten Blatt. Das Jahresraster nimmt nur die fünf kalendergetriebenen Zeilen auf; ein Sturm, ein Fremdeinsatz und die Prüfung vor dem Betreten haben kein Datum, bevor sie eintreten. Sie werden mit Datum, Anlass und dem Tag der Kontrolle nachgetragen.

Was wird aus dem Bogen am Ende des Planjahres?

Der ausgefüllte Bogen ist der Ausgangsstand des nächsten. Die Spalte „Erledigt am“ zeigt, welche Zeilen tatsächlich gelaufen sind und wo eine Lücke geblieben ist; die Ablage der Nachweise steht im Kopf, damit sich jeder Eintrag ohne Rückfrage bis zum Dokument verfolgen lässt.

Der Prüfplan-Jahreskalender als PDF

Dachwartung Profi als Koordinator wiederkehrender Dachtermine

Wir koordinieren Dachwartung bundesweit über persönlich ausgewählte Meisterbetriebe. Ausgeführt wird durch einen Fachbetrieb mit eigener Betriebshaftpflicht, die Koordination läuft über uns; auf eine Anfrage melden wir uns in der Regel innerhalb eines Werktages. Über mehrere Objekte hinweg bleibt der Takt derselbe und je Objekt entsteht ein Protokoll im gleichen Format.

Regelwerke & Quellen: Die vorgedruckten Takte folgen den Instandhaltungsanforderungen der DIN 18531-4:2025-08 (Dachabdichtung), der DIN 1986-3:2024-05 (Entwässerung) und der Flachdachrichtlinie des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (Januar 2026). Die Vorrangstellung des Sicherungsnachweises folgt der DGUV Regel 112-198 (Ausgabe 09/2019), Abschn. 10.3.3; die Sichtkontrolle der Standsicherheit nach außergewöhnlichen Schnee- oder Windbelastungen einer Empfehlung der Bauministerkonferenz.

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