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Ratgeber · Für Betreiber und Verwalter

Retentionsdach warten: Drossel, Anstauhöhe und der Nachweis

Ein Retentionsdach kehrt die Logik der Flachdachentwässerung um: Es soll Niederschlag nicht so schnell wie möglich abführen, sondern planmäßig zurückhalten und über eine Drossel verzögert abgeben. Die Wartung erhält dabei eine berechnete Größe – die Drossel wird gereinigt, aber nie verändert – und folgt einem eigenen Takt: DIN 1986-3 setzt für gedrosselte Dachabläufe in der Ausgabe 2024-05 drei Monate an. Wo die Rückhaltung behördlich festgesetzt ist, dokumentiert das Wartungsprotokoll zugleich, dass das Grundstück so entwässert, wie es genehmigt wurde.

Zuletzt geprüft: 14. August 2026 · Verfasst und aus der Praxis geprüft von Thorge Harms, Geschäftsführer Dachwartung Profi

Wie ein Retentionsdach entwässert: zurückhalten und gedrosselt abgeben

Ein Retentionsdach staut Niederschlag planmäßig auf der Dachfläche an und gibt ihn über gedrosselte Abläufe verzögert ab. Die Öffnung der Drossel ist für das einzelne Objekt aus planmäßiger Anstauhöhe und gefordertem Drosselabfluss berechnet; der Anstau selbst ist statisch nachgewiesen. Das Dach entlastet damit die Kanalisation genau in dem Moment, in dem sie am stärksten belastet ist.

Ein gewöhnliches Flachdach ist auf das Gegenteil ausgelegt: Wasser soll die Fläche so schnell wie möglich über Abläufe und Fallleitungen verlassen. Beim Retentionsdach ist der langsame Abfluss das Konstruktionsziel – im Starkregen nimmt die Fläche einen Teil des Niederschlags auf und gibt ihn erst ab, wenn das Netz wieder Kapazität hat. Stehendes Wasser ist auf dieser Bauart deshalb kein Störungszeichen, sondern der vorgesehene Betriebszustand – solange es die geplante Höhe und Dauer nicht überschreitet. Wann Pfützen auf einem gewöhnlichen Flachdach harmlos sind und wann nicht, steht in Stehendes Wasser auf dem Flachdach.

Oberhalb des planmäßigen Anstaus liegt der Notweg: Er bleibt im Normalbetrieb trocken und übernimmt erst, wenn der Anstau über die geplante Höhe steigt. Wie Regel- und Notentwässerung zusammenarbeiten, warum der Notweg nicht an den Kanal angeschlossen werden darf und in welchem eng gefassten Ausnahmefall ein Retentionsdach ganz ohne Notentwässerung auskommt, behandelt Flachdachentwässerung warten.

Was für Ihr Objekt gilt, klärt der Dach-Check.

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Retentionsdach warten: geöffneter Kontrollschacht mit Edelstahl-Drosselaufsatz im Kiesbett, der Gitterrost liegt daneben

Die Drossel am Retentionsablauf: gereinigt wird sie, ersetzt wird sie nicht

Die Drossel eines Retentionsablaufs ist kein Verschleißteil mit Standardmaß. Ihre Öffnung ist für das einzelne Objekt aus Anstauhöhe und gefordertem Abfluss berechnet; ein äußerlich passendes Ersatzteil mit anderem Querschnitt verändert die Hydraulik der gesamten Fläche. Bei der Wartung wird die Drossel deshalb freigelegt, gereinigt und unverändert wieder eingesetzt – jeder Eingriff am Querschnitt ist eine Planungsänderung, keine Instandhaltung.

Der Grund liegt in der Physik des Bauteils: Wie viel Wasser eine Öffnung abgibt, hängt von ihrem Querschnitt und der anstehenden Wasserhöhe ab. Damit eine Fläche genau die geforderte Menge abgibt – nicht mehr und nicht weniger –, wird die Öffnung auf die planmäßige Anstauhöhe und den festgelegten Drosselabfluss des Objekts abgestimmt. Meist sitzt sie als Aufsatz auf einem gewöhnlichen Ablaufkörper; von außen ist ihm nicht anzusehen, dass er ein kalibriertes Bauteil trägt.

Genau darin liegt das Risiko im Betrieb. Wer einen zugesetzten oder beschädigten Drosselaufsatz gegen ein „passendes“ Teil aus dem Lager tauscht, repariert dem Anschein nach – und verstellt tatsächlich die Rückhaltung der ganzen Fläche. Ist eine Drossel wirklich defekt, gehören die Kenndaten aus der Objektakte auf den Tisch: Ersetzt wird mit identischen Werten, oder die Änderung wird von der Fachplanung bestätigt.

Prüfumfang an der Drossel – zum Abhaken

Die Liste eignet sich als Anlage zum Wartungsauftrag: Sie macht aus „Abläufe reinigen“ einen definierten Arbeitsgang, dessen wichtigster Punkt das ist, was nicht geschieht – kein Tausch, keine Aufweitung, kein Weglassen des Aufsatzes. Wie ein Befund belastbar dokumentiert wird, steht in Wartungsprotokoll Dach: Inhalt, Beweiswert, Vorlage.

Zwei Fehlerbilder am Retentionsdach: Dauerstau und verlorene Rückhaltung

Ein Retentionsdach kann in zwei Richtungen ausfallen. Setzt sich die Drossel zu, sinkt der Anstau nicht mehr ab – aus dem geplanten, vorübergehenden Einstau wird ein Dauerstau, der Fläche und Notweg dauerhaft beansprucht. Wird die Drossel ausgebaut, aufgeweitet oder falsch ersetzt, läuft das Dach schneller leer als geplant – die geschuldete Rückhaltung findet nicht mehr statt.

Beide Richtungen haben schleichende Vorstufen, die sich bei der Begehung erkennen lassen, bevor der Starkregen sie sichtbar macht:

Fehlerbild Woran es sich zeigt Was auf dem Spiel steht Was zu tun ist
Drossel zugesetzt Der Anstau sinkt nach dem Regen nicht mehr ab, hält sich über Tage oder steigt mit jedem weiteren Niederschlag; der Notweg springt schon bei gewöhnlichem Regen an. Aus dem vorübergehenden Einstau wird Dauerlast – und oberhalb der planmäßigen Anstauhöhe deckt der statische Nachweis den Zustand nicht mehr. Drossel freilegen und reinigen, Ursache festhalten – Laub, Substrat oder Sediment –, Anstauhöhe nach dem nächsten Regen gegen den Planwert prüfen.
Drossel aufgeweitet, ausgebaut oder falsch ersetzt Die Fläche läuft nach dem Regen ungewöhnlich schnell leer; der geplante Anstau bleibt aus, obwohl es kräftig geregnet hat. Die Rückhaltung entfällt – das Grundstück leitet schneller und mehr ein, als in der Auflage festgesetzt wurde. Kenndaten der ursprünglichen Drossel aus der Objektakte beschaffen, Ersatz mit identischen Werten einsetzen lassen, Änderung dokumentieren.
Zulauf eingewachsen oder überschüttet Der Kontrollschacht ist überwachsen oder überschüttet, der Kiesrand unterbrochen, Substrat liegt am Drosselaufsatz an. Die Verstopfung entsteht schleichend zwischen zwei Terminen – beim nächsten Starkregen ist die Drossel dann bereits zu. Bewuchs entfernen, Kiesrand wiederherstellen, Schacht freilegen und den Zustand mit Foto ins Protokoll nehmen.
Notweg verstellt oder verändert Die Öffnung oberhalb des planmäßigen Anstaus ist zugewachsen, zugestellt oder ihr Aufsatz fehlt nach einer Fremdarbeit. Die Reserve über dem geplanten Anstau fehlt genau dann, wenn sie gebraucht wird – im Starkregen, bei dem die Drossel allein nicht mehr nachkommt. Notweg freiräumen und seine Ansprechhöhe gegen die Planungsangabe prüfen; die Funktionsweise der Notentwässerung gehört zur Entwässerungsprüfung.
Was der Anstau wiegt – die Umrechnung: Ein Zentimeter Wasser auf einem Quadratmeter sind zehn Liter, also rund zehn Kilogramm – fünf Zentimeter planmäßiger Anstau bedeuten damit rund fünfzig Kilogramm je Quadratmeter. Das ist eine reine Umrechnung über die Dichte von Wasser, keine Norm-Angabe. Der statische Nachweis eines Retentionsdachs deckt genau diese geplante Last – nicht das, was sich darüber ansammelt, wenn die Drossel nicht mehr abgibt und der nächste Regen auf eine volle Fläche fällt. Was eine konkrete Konstruktion trägt, beantwortet allein die Statik des Objekts.

Der Prüftakt gedrosselter Dachabläufe: alle drei Monate nach DIN 1986-3

DIN 1986-3 setzt in der Ausgabe 2024-05 für gedrosselte Dachabläufe einen Prüfabstand von drei Monaten an – halb so lang wie die sechs Monate der übrigen Dachentwässerung und deutlich kürzer als der Jahrestakt der Dachfläche. Begründet ist der enge Takt mit der erhöhten Verstopfungsgefahr: Der kleine Querschnitt einer Drossel hält gerade das zurück, was ihn zusetzt – Laub, Substrat und Sediment sammeln sich dort schneller als an einem frei ablaufenden Gully.

Praktisch ergibt das vier Termine im Jahr. Zwei davon lassen sich mit den ohnehin üblichen Begehungen im Frühjahr und im Herbst verbinden; die beiden übrigen sind eigene Quartalstermine, die nur an der Entwässerung arbeiten und die Fläche nicht ein zweites Mal vollständig begehen. Dazu kommt der Termin, den kein Kalender abbildet: Nach Starkregen gehört die Drossel angesehen – ein einzelnes Ereignis kann sie zusetzen, und der nächste Regen trifft dann auf eine Fläche, die nicht mehr abgibt.

Am Retentionsdach ist die Drossel das Bauteil, das man nicht sieht und trotzdem am häufigsten anfassen muss. Aus der Entwässerung kenne ich das Muster von gedrosselten Bauwerken am Boden: Je kleiner der Querschnitt, desto weniger braucht es, um ihn zuzusetzen — ein Blatt, etwas Substrat, ein Stück Folie. Der kurze Prüftakt hängt deshalb nicht am Dach, sondern an der Öffnung, durch die alles hindurch muss.
Thorge Harms — Geschäftsführer Dachwartung Profi

Wie sich dieser Takt in den Jahresplan aller übrigen Bauteile einfügt – von der Abdichtung bis zur Sicherheitstechnik –, steht in Wartungsintervalle Flachdach: Wie oft muss gewartet werden?; den Arbeitsgang an der übrigen Entwässerung beschreibt Flachdachentwässerung warten.

Vier Termine im Jahr lassen sich nur halten, wenn sie im Objektstamm stehen. Ob Ihre Fläche gedrosselt entwässert und welcher Takt daraus folgt, klärt der erste Blick in die Unterlagen – oder auf das Dach. Den Dach-Check fordern Sie kostenlos und unverbindlich an.

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Retentionsdach mit Begrünung: der Ablauf unter Substrat und Bewuchs

Auf einem begrünten Retentionsdach liegt die Drossel unter Substrat, Filtervlies und Vegetation – sie muss trotzdem erreichbar bleiben. DIN 18531 verlangt sinngemäß, dass Dachabläufe für die Instandhaltung zugänglich sind; die Dachbegrünungsrichtlinie sieht dafür einen Kontrollschacht vor, der die Entwässerung nicht behindert, und einen vegetationsfreien Streifen um den Ablauf – empfohlen wird ein mindestens fünfzig Zentimeter breiter Kiesrand.

Liegt über der Rückhalteebene eine Begrünung, arbeiten zwei Systeme übereinander: Das Substrat nimmt Wasser auf und verdunstet es, die Drossel gibt den Rest definiert ab. Für die Wartung heißt das vor allem: mehr Material in Bewegung. Substrat wandert, Wurzeln suchen Wasser, und beides wandert dorthin, wo das Wasser steht – an den Ablauf. Auch DIN 1986-100 verlangt sinngemäß, Abläufe gegen Bewuchs zu schützen; dieselben Grundsätze gelten für die Öffnungen des Notwegs, deren Zulauf der Schichtaufbau nicht einengen darf.

  • Kontrollschacht auffindbar, nicht überschüttet und ohne Werkzeug zu öffnen – ein Schacht, den niemand findet, hält nichts zugänglich.
  • Kiesrand oder Platteneinfassung um den Ablauf durchgehend; die empfohlenen fünfzig Zentimeter Breite sind ein prüfbares Maß, kein Augenmaß.
  • Bewuchs am Zulauf entfernt, bevor er in den Drosselaufsatz einwächst – einmal eingewachsen, ist die Reinigung ein Eingriff am Bauteil.
  • Öffnungen des Notwegs frei von Substrat und Vegetation, ihr Zulauf durch den Schichtaufbau nicht eingeengt.

Diese Punkte betreffen die Rückhaltefunktion. Wo sie in der gesamten Begehung stehen und welche Prüfpunkte Substrat, Vegetation und Absturzsicherung darüber hinaus haben, zeigt Flachdach-Inspektion: die Checkliste für Ihre Begehung.

Rückhaltung als Auflage: der Nachweis gegenüber der Kommune

Die Rückhaltung eines Retentionsdachs ist dort, wo sie festgesetzt wurde, eine geschuldete Größe: Bebauungsplan, wasserrechtliche Erlaubnis oder Entwässerungssatzung legen fest, wie viel das Grundstück einleiten darf. Eine Drossel, die fehlt, aufgeweitet oder dauerhaft zugesetzt ist, bedeutet dann nicht nur ein technisches Problem – das Grundstück entwässert anders, als es genehmigt wurde.

Den Rahmen dafür setzt das Bundesrecht: Nach § 55 Abs. 2 WHG soll Niederschlagswasser „ortsnah versickert, verrieselt oder direkt oder über eine Kanalisation ohne Vermischung mit Schmutzwasser in ein Gewässer eingeleitet werden“, soweit dem keine Vorschriften oder wasserwirtschaftlichen Belange entgegenstehen. Was das für ein einzelnes Grundstück heißt, regelt sich vor Ort – und ein Retentionsdach ist eines der Mittel, mit denen ein Objekt eine begrenzte Einleitmenge einhält.

Damit bekommt der Wartungsnachweis am Dach einen zusätzlichen Adressaten. Das Protokoll, das sonst Versicherer und Gerichte überzeugt, dokumentiert am Retentionsdach auch die Auflage: der Zustand der Drossel bei jedem Termin – gereinigt, unverändert, mit Foto – belegt, dass die zugesagte Rückhaltung in Betrieb war. Wo die Abwassergebühr in eine Schmutz- und eine Niederschlagswassergebühr gesplittet erhoben wird, entscheidet die jeweilige Satzung, ob und wie eine Rückhaltung die Gebühr mindert – auch dafür trägt ein lückenloses Protokoll die Tatsachen zusammen.

Welche Felder ein Wartungsprotokoll dafür braucht und was es im Streitfall wert ist, steht in Wartungsprotokoll Dach: was hineingehört und was es im Ernstfall wert ist.

Die Objektakte zum Retentionsdach: fünf Angaben für jede Prüfung

Ein Retentionsdach lässt sich nur gegen seine Planwerte prüfen. In die Objektakte gehören fünf Angaben: die planmäßige Anstauhöhe, der festgelegte Drosselabfluss, der statische Nachweis für den Einstau, Lage und Ansprechhöhe des Notwegs sowie die Herkunft der Rückhalteauflage. Ohne diese Werte kann eine Begehung nur feststellen, dass Wasser steht – nicht, ob es so stehen soll.

Angabe Woher sie stammt Was sie bei der Prüfung leistet
Planmäßige Anstauhöhe Entwässerungs- bzw. Retentionsplanung Der Maßstab für jeden Anstau-Befund: Erst der Planwert macht aus „Wasser steht“ ein „Wasser steht zu hoch“.
Festgelegter Drosselabfluss Fachplanung bzw. Genehmigungsunterlagen Die Kenndaten für jeden Ersatzfall – und die Größe, deren Einhaltung das Grundstück schuldet.
Statischer Nachweis für den Einstau Tragwerksplanung Belegt, dass die Konstruktion den geplanten Anstau trägt – und markiert die Höhe, oberhalb derer er nicht mehr gilt.
Lage und Ansprechhöhe des Notwegs Entwässerungsplanung Trennt den geplanten Anstau vom Störungsfall: Ein Notweg, der bei gewöhnlichem Regen anspringt, meldet ein Problem.
Herkunft der Rückhalteauflage Bebauungsplan, wasserrechtliche Erlaubnis oder Entwässerungssatzung Bestimmt, wem gegenüber die Rückhaltung nachzuweisen ist und welche Werte der Nachweis nennen muss.

Bei einem Eigentümer- oder Verwalterwechsel sind diese fünf Angaben das, was am häufigsten verloren geht – die Fläche sieht aus wie jedes andere Flachdach, und erst der erste Starkregen zeigt, dass sie anders geplant war. Ein Wartungstermin ist der günstigste Moment, die Werte einmal zusammenzutragen und im Objektstamm zu hinterlegen. Wie daraus ein Jahresplan über einen ganzen Bestand wird, steht in Wartungskalender für mehrere Objekte.

Fazit zur Wartung des Retentionsdachs: drei Fragen an Ihre Fläche

Ob ein Retentionsdach belastbar betreut ist, entscheidet sich an drei Fragen: Sind planmäßige Anstauhöhe und Drosselabfluss im Objekt bekannt? Werden die gedrosselten Abläufe alle drei Monate geprüft? Und hält das Protokoll bei jedem Termin fest, dass die Drossel gereinigt und unverändert ist?

Alle drei beantwortbar

Dann ist die Rückhaltung sauber organisiert. Achten Sie darauf, dass auch Fremdgewerke auf der Fläche wissen, dass der unscheinbare Aufsatz im Ablauf ein kalibriertes Bauteil ist.

Der Takt ist der Jahrestakt

Der häufigste Fall: Die Drossel läuft als Anhängsel der Dachwartung mit. Zwei zusätzliche Quartalstermine nur für die gedrosselten Abläufe schließen die Lücke, ohne die Fläche doppelt zu begehen.

Quartalstakt für die Drossel abstimmen →

Die Planwerte fehlen

Dann steht dieser Punkt vorn: Anstauhöhe, Drosselabfluss und Herkunft der Auflage lassen sich aus Planung und Genehmigungsunterlagen rekonstruieren – vorher lässt sich kein Befund einordnen.

Eine Drossel prüft man gegen ihre Planwerte – nicht nach Augenmaß. Ob Ihre Fläche gedrosselt entwässert, welche Werte gelten und in welchem Zustand das Bauteil ist, klärt eine Begehung. Den Dach-Check fordern Sie kostenlos und unverbindlich an.

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Was die laufende Betreuung eines Flachdachs umfasst, steht auf Flachdachwartung; die wiederkehrende Reinigung von Rinnen, Fallrohren und Abläufen auf Dachrinnenreinigung. Was ein unentdeckter Wassereintrag wirtschaftlich bedeuten kann, lässt sich vorab überschlagen: Folgekosten eines unentdeckten Dachschadens.

Häufige Fragen: Retentionsdach warten

Zum Retentionsdach wiederholen sich neun Fragen. Die wichtigste Antwort zuerst: Die Drossel ist ein für das Objekt berechnetes Bauteil – sie wird gereinigt und dokumentiert, aber nie nach Augenmaß ersetzt.

Was ist ein Retentionsdach?

Ein Retentionsdach ist ein Flachdach, das Niederschlag planmäßig auf der Fläche zurückhält und über gedrosselte Abläufe verzögert an die Kanalisation abgibt. Der Anstau ist statisch nachgewiesen und gewollt; die Größe der Drosselöffnung wird für das einzelne Objekt aus Anstauhöhe und gefordertem Drosselabfluss bestimmt.

Wie oft muss ein Retentionsdach gewartet werden?

Die gedrosselten Abläufe eines Retentionsdachs sind nach DIN 1986-3 in der Ausgabe 2024-05 alle drei Monate zu prüfen – doppelt so häufig wie eine frei ablaufende Dachentwässerung. Hinzu kommen die Termine der Dachfläche selbst und eine zusätzliche Kontrolle nach Starkregen, denn ein einziges verlegtes Drosselelement verändert das Verhalten der ganzen Fläche.

Warum darf die Drossel eines Retentionsablaufs nicht ersetzt werden?

Die Drossel eines Retentionsablaufs darf nicht gegen ein beliebiges Teil getauscht werden, weil ihre Öffnung für das einzelne Objekt berechnet ist. Ein äußerlich passendes Ersatzteil mit anderem Querschnitt verändert Anstauhöhe und Abgabemenge der gesamten Fläche. Ist eine Drossel beschädigt, gehört der Ersatz mit identischen Kenndaten beschafft oder die Änderung durch die Fachplanung bestätigt.

Woran erkennt man eine verstopfte Drossel am Retentionsdach?

Eine verstopfte Drossel zeigt sich am Anstauverhalten: Das Wasser auf dem Retentionsdach sinkt nach dem Regen nicht mehr planmäßig ab, sondern hält sich über Tage auf gleicher Höhe oder steigt mit jedem weiteren Niederschlag. Springt der Notweg bereits bei gewöhnlichem Regen an, ist das ein zweites Warnzeichen – er ist oberhalb des planmäßigen Anstaus angeordnet und bleibt im Normalbetrieb trocken.

Was passiert, wenn die Drossel eines Retentionsdachs ausgebaut wird?

Ohne Drossel entwässert ein Retentionsdach wie ein gewöhnliches Flachdach – schnell und ungebremst. Die Rückhaltung, für die die Fläche geplant wurde, entfällt; wo sie im Bebauungsplan, in der wasserrechtlichen Erlaubnis oder in der Entwässerungssatzung festgesetzt ist, leitet das Grundstück dann anders ein, als es genehmigt wurde. Der schnelle Griff zum größeren Ersatzteil hat dieselbe Wirkung wie der Ausbau.

Wem gegenüber muss die Rückhaltung eines Retentionsdachs nachgewiesen werden?

Adressat der Rückhaltung eines Retentionsdachs ist die Stelle, die sie festgesetzt hat – die Gemeinde über Bebauungsplan oder Entwässerungssatzung, die Wasserbehörde über die wasserrechtliche Erlaubnis. Das Wartungsprotokoll trägt dafür den Zustand der Drossel bei jedem Termin ein: gereinigt, unverändert, mit Foto. So lässt sich auch Jahre später zeigen, dass die zugesagte Rückhaltung tatsächlich in Betrieb war.

Trägt jedes Flachdach den Anstau eines Retentionsdachs?

Nein. Der planmäßige Anstau eines Retentionsdachs ist eine dauerhafte, wiederkehrende Last und muss statisch nachgewiesen sein: Fünf Zentimeter Wasser bedeuten rund fünfzig Kilogramm je Quadratmeter – eine reine Umrechnung über die Dichte von Wasser. Ob eine bestehende Konstruktion diese Last aufnehmen kann, beantwortet allein die Statik des Objekts; die Umrüstung einer Fläche zur Rückhaltung ist deshalb eine Planungsaufgabe, keine Wartungsmaßnahme.

Ist ein Gründach dasselbe wie ein Retentionsdach?

Nein. Eine Begrünung verzögert den Abfluss, weil Substrat und Dränschicht Wasser aufnehmen – wie viel, hängt von Aufbau und Witterung ab. Ein Retentionsdach hält dagegen ein definiertes Volumen über eine berechnete Drossel zurück; seine Rückhaltung ist planbar und nachweisbar. Beide Bauweisen lassen sich kombinieren: Dann liegt die Drossel unter dem Begrünungsaufbau und bleibt über einen Kontrollschacht erreichbar.

Wer darf die Drossel eines Retentionsdachs reinigen?

Die Drossel eines Retentionsdachs gehört in die Hand eines Fachbetriebs, der ihre Funktion kennt: Sie wird freigelegt, gereinigt und unverändert wieder eingesetzt – ein gut gemeinter Tausch gegen ein größeres Teil hebt die Rückhaltung auf. Dazu kommt die Arbeitssicherheit: Abläufe liegen auf der Fläche und in Randnähe, und ihre Reinigung setzt Absturzsicherung und Einweisung voraus.

Regelwerke & Quellen: DIN 1986-3:2024-05 (Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke – Regeln für Betrieb und Wartung; Prüfabstände, verkürzter Abstand für gedrosselte Dachabläufe) · DIN 1986-100:2016-12 (Planung und Ausführung; Schutz der Abläufe gegen Bewuchs) · DIN 18531 (Abdichtung von Dächern; Zugänglichkeit der Dachabläufe für die Instandhaltung; Teil 4:2025-08 Instandhaltung) · Dachbegrünungsrichtlinie der FLL (Kontrollschacht und vegetationsfreier Streifen an Abläufen in Vegetationsflächen) · § 55 Abs. 2 WHG (Grundsätze der Niederschlagswasserbeseitigung). Die Auslegung von Rückhaltevolumen, Drosselabfluss und Statik gehört in die Fachplanung; Betrieb und Wartung folgen DIN 1986-3.

Drossel geprüft, Rückhaltung nachweisbar

Ob Ihre Fläche gedrosselt entwässert, welche Planwerte gelten und ob die Drossel noch die ist, die geplant wurde – das klärt eine Begehung. Den Dach-Check fordern Sie kostenlos und unverbindlich an — schildern Sie kurz Ihr Objekt:

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